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Psychotherapie

Ärztekammer

 

Leitfaden zur Psychotherapie

Was ist Psychotherapie?
Therapieverfahren im Überblick
Wege zur Psychotherapie

Liebe Patientin, lieber Patient,

"Mir läuft die Galle über", diesen Satz haben Sie sicher auch schon ab und zu gesagt oder gedacht. Es sind Situationen, die massiven Ärger auslösen, die uns zu solchen Reaktionen veranlassen. In der Regel verschwindet der Ärger wieder - und unsere Galle beruhigt sich.

Was passiert aber, wenn der Ärger andauert, wenn das Problem, das ihn ausgelöst hat, fortbesteht? Es kann dann dazu kommen, daß dieser Satz Wirklichkeit wird und Sie tatsächlich Probleme mit Ihrer Galle bekommen. Dann gehen Sie zu Ihrem Arzt, beschreiben Ihre Beschwerden, und er wird versuchen, die Ursachen herauszufinden.

Dabei darf sich diese Hilfe aber nicht nur auf Medikamentenverordnungen oder andere allein auf Ihren Körper gerichtete Behandlungsmethoden beschränken. Denn nicht immer sind Beschwerden nur körperlich bedingt. Vielmehr können sie auch Ausdruck seelischer Probleme sein. Ein eingehendes Gespräch über die Ursachen Ihrer Beschwerden kann deshalb oft hilfreich sein, weil sich danach Konflikte mit dem Partner oder am Arbeitsplatz als Auslöser körperlicher Beschwerden leichter lösen lassen. Es kann sich aber auch herausstellen, daß ihre Beschwerden gar nicht allein von Ihrem unverständigen Partner oder böswilligen Chef ausgelöst werden, sondern unter Umständen auch durch die Art, wie Sie mit Alltagskonflikten umgehen. Die Art und Weise, wie wir uns als Erwachsene verhalten, haben wir in unserer Kindheit erlernt. Wir haben uns Verhaltensweisen oder Muster zugelegt, nach denen wir "automatisch" reagieren. Lange Zeit scheint man damit klar zu kommen. Es können aber Lebenssituationen eintreten, in denen wir umlernen müßten, uns ein anderes, für uns zuträglicheres Verhalten aneignen sollten, um mit dem Leben wieder zurechtzukommen.

Das ist leichter gesagt als getan. Denn sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen, gelingt nur in den seltensten Fällen. Das hat nichts mit Versagen zu tun! Das Gespräch mit einem außenstehenden Menschen, wie zum Beispiel mit Ihrem Arzt wird dabei hilfreich sein. Häufig ist dieses eine Gespräch schon in der Lage, Ihnen Wege zu zeigen, wie Sie Ihre Konflikte lösen können. Es kann aber auch sein, daß Sie fachmännische Unterstützung über einen längeren Zeitraum brauchen, daß Sie einer psychotherapeutischen Behandlung bedürfen. Das ist bei immerhin rund einem Viertel aller Patienten der Fall, die ihren Hausarzt wegen körperlicher Beschwerden aufsuchen.

Manche Patienten schämen sich zunächst, wenn sie auf seelische Probleme angesprochen werden und glauben, man halte ihre Beschwerden für "eingebildet". Aber unsere Erfahrung als Ärzte hat uns gelehrt, daß viele unserer Patienten nach Überwindung ihrer anfänglichen Ängste vor einer Psychotherapie diese als große Erleichterung empfinden. Denn oft haben sie lange Zeit vergeblich versucht, allein die vordergründigen körperlichen Erscheinungen ihrer seelischen Probleme zu kurieren.

Der Leitfaden ist als Hilfestellung gedacht für diejenigen, die einer Psychotherapie bedürfen. Er erklärt Ihnen die verschiedenen Methoden der seriösen Therapien, gibt Auskunft über Art und Dauer einer psychotherapeutischen Behandlung sowie Hinweise zur Finanzierung durch die Krankenkassen.

Unser Leitfaden ist auch interessant für diejenigen von Ihnen, die nicht selbst betroffen sind. Denn immer noch gibt es eine Vielzahl von Vorurteilen, selbst von Angehörigen oder Freunden, gegenüber der Psychotherapie und gegenüber Mitmenschen, die eine solche Behandlung benötigen.

Genauso wie sich ernsthafte körperliche Erkrankungen nicht einfach auswachsen, verhält es sich mit seelischen Störungen. Auch für diese Probleme brauchen Sie sachkundige Hilfe. Ob Sie diese benötigen, in welcher Art und welchem Umfang erfahren Sie bei Ihrem Arzt. Er hilft Ihnen auch bei der Suche nach einem qualifizierten Psychotherapeuten.
 

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Was ist Psychotherapie?

Psychotherapie ist die allgemeine Bezeichnung für alle Formen der Behandlung von seelischen oder seelisch bedingten körperlichen Erkrankungen. Dabei kann es sich um eine Störung der Wahrnehmung, der Erlebnis- verarbeitung oder der sozialen Beziehungen handeln. Störung bedeutet, daß bestimmte krankhafte Verhaltensweisen nicht mehr willentlich gesteuert werden können. Ziel der Psychotherapie ist die Ausschaltung oder zumindest Verringerung der Einengung der Lebensführung durch diese Störung.

Am Erfolg psychotherapeutischer Verfahren ist nicht zu rütteln. Viele Untersuchungen haben die Wirksamkeit bestätigt. Wir wollen aber keine falschen Hoffnungen wecken: Am Ende einer Therapie steht kein "Happy End" wie in einem alten Hollywood-Film, wo nichts besser und schöner sein könnte, auch wenn wir uns das alle wünschen. Die realistischen Therapieziele heißen Problembewältigung und Hilfe zur Selbsthilfe. Psychotherapie kann dazu beitragen, das Schwimmen zu lernen, aber sie kann niemandem das Schwimmen abnehmen.

Das größte Betätigungsfeld der Psychotherapie ist die Behandlung von Ängsten, Depressionen und seelisch bedingten, körperlichen Beschwerden. Jedoch nicht alle Störungen müssen behandelt werden. So ist die Angst vor Mäusen im Alltag der Betroffenen oft kein schwerwiegendes Problem, eher eine "Macke"; mit dieser kann man leben. Existenzbedrohend kann sich aber beispielsweise die Agoraphobie, wörtlich übersetzt Platzangst, auswirken: Betroffene ziehen sich oft völlig aus der als bedrohlich empfundenen Welt zurück. Hier ist professionelle Hilfe dringend notwendig Die Psychotherapie genießt in zahlreichen Bereichen der Krankenbehandlung einen hohen Stellenwert. Psychotherapeutische Maßnahmen haben auch Eingang in die Gebiete der Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation gefunden. Denn schwere körperliche Erkrankungen verursachen oft auch psychische Probleme. So wird z.B. die Behandlung von Krebsleiden durch Einbeziehung seelischer Faktoren verbessert oder zumindest erträglicher gestaltet. Manche psychotherapeutische Verfahren, vor allem das autogene Training, dienen auch der Krankheitsvorbeugung.

Wechselspiel zwischen Körper, Geist und Seele

Viele Erkrankungen, darunter Rückenschmerzen, Magen-Darm-Störungen, Rheuma, Migräne. Asthma, Magersucht, Schlafstörungen oder Herzbeschwerden entstehen aus einem Zusammenspiel von Körper (griechisch: soma) und Geist bzw. Seele (psyche). In unserer Alltagssprache gebrauchen wir dafür treffliche Ausdrücke: ein Ereignis, das "auf den Magen schlägt", das einem "das Herz bricht", das einem "den Schlaf raubt", die "Luft, die einem wegbleibt" oder eben die "Galle, die überläuft".

Es ist gewiß nicht immer leicht, den Ursachen körperlicher Beschwerden auf die Spur zu kommen. Besonders schwierig ist es aber, wenn die Auslöser seelischer Natur sind. Mit solchen Erkrankungen beschäftigt sich die Psychosomatik.

Damit Ihr Arzt ein psychosomatisches Leiden als solches erkennen kann, ist es wichtig, daß Sie ihm vertrauen und Ihre Beschwerden offen schildern, damit er die zugrunde liegende Ursache erkennen kann. Nur dann ist die richtige Diagnose und damit eine erfolgreiche Behandlung möglich. Manchmal verschwinden die Beschwerden schon nach einem oder mehreren Gesprächen, wenn Sie plötzlich den Zusammenhang zwischen Ihrer seelischen Belastung und Ihren körperlichen Beschwerden verstehen. Erfolgreich werden außerdem Entspannungsverfahren angewandt, zum Beispiel Autogenes Training.
 

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Therapieverfahren im Überblick

Wie bei der Behandlung körperlicher Krankheiten gibt es auch für seelische Erkrankungen unterschiedliche Therapieverfahren. Die verschiedenen Verfahren dienen der Linderung oder Heilung verschiedener seelischer Krankheiten. Auch Zielsetzung und Dauer der Behandlung sind nicht gleich.
Es können vom Grundsatz her drei Therapieverfahren unterschieden werden:


1. Kurzzeit- und Fokaltherapie

Ziel der Kurzzeittherapie ist die Überwindung einer akuten Krise oder die Behandlung einer überschaubaren seelischen Störung.

Sie bewirkt bei Ängsten, Depressionen und Persönlichkeitsstörungen eine starke Verminderung der jeweiligen Hauptbeschwerden sowie eine Steigerung des Wohlbefindens des Patienten.

Der Therapeut versucht hierbei in einem ersten Schritt das Hauptproblem zu erkennen, welches das akute Leiden auslöste. Danach einigen sich Patient und Behandler darüber, was in der Therapie erreicht werden soll. Anschließend erarbeiten sie den sogenannten Fokus. Dabei wird das Hauptproblem in Zusammenhang gesetzt mit den Hintergründen, die dem Problem zugrundeliegen könnten. Dieser Fokus, den Patient und Therapeut zur Orientierung nutzen können, dient als Leitthema. Man geht davon aus, daß sich die Symptome bessern, wenn die im Fokus enthaltenen Konflikte oder Verhaltensweisen gelöst oder verändert werden. So konzentriert sich die Behandlung. das heißt in der Regel das Gespräch, auf das wesentliche Problem. Eine Kurzzeitherapie dauert deswegen höchstens 25 Stunden.


2. Analytische und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Die analytische Psychotherapie verfolgt weitergehende Ziele als die Kurzzeittherapie, nämlich die Veränderung krankmachender, tief verwurzelter seelischer Grundstrukturen.

Nach den Vorstellungen der psychoanalytischen Theorie wird die Frage von Gesundheit und Krankheit entscheidend mitbestimmt von der Lebensgeschichte eines Menschen. Der frühen Kindheit wird dabei eine besondere Bedeutung zugeschrieben. Am Anfang des Lebens muß ein Kind viele neue und deshalb schwierige Aufgaben bewältigen. Dabei helfen ihm seine Eltern. Aber das richtige Maß an HiIfestellung zu finden ist schwierig. So können infolge von zu großem Mangel an Zuwendung oder zu großer Verwöhnung seelische Konflikte entstehen.

Da sich in solchen seelischen Konflikten eine schmerzliche und bedrohliche Geschichte verdichtet, werden sie oft ins Unbewußte verlagert zum Schutz des sogenannten "Ich". Die Verdrängung ist der bekannteste Abwehrmechanismus der Seele. Durch ihn schützt sich die Seele vor Schäden - doch das klappt nicht immer. Ist das "Ich" eines Menschen durch vorausgegangene Konflikte zu geschwächt oder der aktuelle Konflikt zu groß. kann es zum Ausbruch einer seelischen Krankheit kommen. Die Abwehr versagt, körperliche oder seelische Beschwerden sind die Folge. Ärztliche Hilfe ist angezeigt.

Der Therapeut versucht zuerst, die krankmachenden Strukturen zu entdecken. Das geht nur, wenn der Patient bereit ist, über all das zu sprechen, was ihn bedrückt. Das ist gar nicht einfach. weil dabei auch Gefühle berührt werden, die unangenehm oder schmerzlich sein können. Aber nur so kann der Therapeut die krankmachenden Strukturen verstehen und sie im Gespräch verdeutlichen, damit allmählich gesündere und für die jetzigen Lebenszusammenhänge besser geeignete Strukturen aufgebaut werden können.

Dabei handelt es sich nicht um einmalige Vorgänge. Die krankmachenden Erlebnisse müssen immer wieder durchgearbeitet werden, weil sie ja auch durch unzählige frühere Abläufe das Verhalten des Patienten geprägt haben. Das kostet natürlich Zeit. Eine psychoanalytische Therapie kann deswegen recht lange dauern.

Die gleichen Grundannahmen wie die Psychoanalyse setzt die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie voraus. Die Behandlung beschränkt sich aber auf bestimmte Konflikte und Teilziele.


3. Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie entwickelte sich als Gegenpol zur Psychoanalyse. In der Verhaltenstherapie wird angenommen, daß Verhalten erlernt ist und durch gezieltes Training wieder verlernt, beziehungsweise umgelernt werden kann.

Der Schwerpunkt in der Verhaltenstherapie liegt gegenüber der Psychoanalyse also stärker auf der unmittelbaren Veränderung von Verhaltensweisen. Dazu zählen auch innere Prozesse wie gedankliche Muster und Strategien der Erlebnisverarbeitung.

Der Entstehungs- oder "Lerngeschichte" dieser Muster wird auch in der Verhaltenstherapie große Aufmerksamkeit geschenkt. Denn schon die Erarbeitung dieser Muster hat eine positive Wirkung: Der Patient lernt sich und seine heutige Situation besser zu verstehen. Außerdem sind die neu zu erlernenden Verhaltensstrategien nun leichter zu entwerfen und abzustimmen.

Ein Schwerpunkt der Verhaltenstherapie liegt also darin, in Zusammenarbeit mit dem Patienten Verhaltensstrategien zu entwickeln, die der konkreten Problemlösung und Zielerreichung dienen. Häufig ist es dann nötig, diese Muster in kleinen und wenig ängstigenden Schritten aufzubauen, um dem Patienten frühzeitig anspornende Erfolgserlebnisse zu vermitteln.

Ein Teil dieses Verhaltensaufbaus kann in der Therapiesitzung stattfinden, in der ein genauer Entwurf des angestrebten Verhaltens gestaltet wird, zum Beispiel im Rollenspiel zusammen mit dem Patienten. Ein anderer Teil des Verhaltensaufbaus erfolgt in alltäglichen Lebenssituationen, beispielsweise durch Verhaltenserprobungen. Der Patient bewältigt dabei bestimmte Situationen, denen er vor der Therapie aus dem Weg gegangen ist. Die Erfahrungen werden dann in den Therapiesitzungen besprochen.

Platzangst zum Beispiel kann durch gezieltes Aufsuchen der am meisten ängstigenden Situationen, auch zunächst in Begleitung des Therapeuten verlernt werden. Der Patient macht die Erfahrung, daß er seine Ängste und die damit einhergehenden körperlichen Mißempfindungen wie Herzrasen und Schwindel überlebt und diese allmählich auch wieder abflauen, wenn er in der Situation verbleibt. Therapeut und Patient erarbeiten für diese Konfrontationssituation außerdem hilfreiche Gedankenmuster oder Leitsätze, welche die Bewältigung der Angst erleichtern sollen.

 

Manchmal helfen nur Medikamente

Im Bereich der schweren Geisteskrankheiten gibt es zur Behandlung mit Medikamenten keine Alternative, vorausgesetzt, sie sind vom Arzt verordnet und dessen Anweisungen zur Einnahme werden genau befolgt. Aber auch bei einer Reihe anderer Erkrankungen sind die auf die Seele wirkenden Medikamente, die Psychopharmaka, äußerst wichtig und hilfreich - zumindest zu Beginn einer Therapie, so zum Beispiel bei Depressionen und Angstattacken. Im weiteren Verlauf der Behandlung sollten die Medikamente aber dem Therapieerfolg entsprechend verringert und letztlich abgesetzt werden.

Zwar besteht bei vielen Psychopharmaka, wie zum Beispiel Neuroleptika und Antidepressiva nicht die Gefahr, abhängig zu werden, wohl aber bei manchen angstlösenden oder beruhigenden Mitteln (Benzodiazepine). Außerdem haben alle Psychopharmaka, wie andere Medikamente auch, Nebenwirkungen und müssen je nach Fall individuell dosiert werden. Deshalb sollten Sie Psychopharmaka auf keinen Fall ohne ärztliche Verordnung einnehmen!
 

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Wege zur Psychotherapie

Auch bei seelischen Leiden ist wohl meist Ihr Hausarzt der erste medizinisch kompetente Ansprechpartner: Er kennt Sie, Ihr Umfeld, an ihn können Sie sich vertrauensvoll wenden. Er wird Sie, wenn psychische Probleme Grund für Ihre Beschwerden sind, an einen qualifizierten ärztlichen oder psychologischen Kollegen überweisen.

Psychotherapie steht in einem differenzierten Angebotsspektrum zur Verfügung: Im hiesigen Bereich arbeiten derzeit bereits etliche Psychotherapeuten, darunter auch spezielle Therapeuten für Kinder und Jugendliche. Seit 1967 ist die Psychotherapie eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Bei einem von der Kassenärztlichen Vereinigung anerkannten Therapeuten (Arzt oder psychologischer Therapeut) können Sie eine seelische Erkrankung ohne finanzielle Eigenbeteiligung behandeln lassen. Ähnlich wie bei aufwendigen zahnärztlichen Behandlungen müssen Sie aber einen Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse stellen.

Der Antragstellung voraus gehen Gespräche mit Ihrem Psychotherapeuten. Sie dienen der Abklärung der vorliegenden Problematik, der Behandlungsnotwendigkeit und -planung. Die ersten Gespräche bezahlt die Krankenkasse in jedem Fall; hierfür ist kein Antrag notwendig. In diesen sogenannten probatorischen Sitzungen können Sie außerdem herausfinden, ob Sie und Ihr Therapeut überhaupt zueinander passen. Denn eine Behandlung ist nur sinnvoll, wenn eine vertrauensvolle Beziehung aufgebaut werden kann.

Wenn der Therapeut nach diesen ersten Sitzungen eine Behandlung für notwendig erachtet, müssen Sie die Übernahme der Kosten bei der Krankenkasse beantragen. Nach Bewilligung durch die Krankenkasse kann die Therapie dann fortgeführt werden.

Zwischen Qualität und Pfusch

Zur Durchführung von Psychotherapien berechtigt sind z.B. Ärzte, die außer ihrem Medizinstudium eine psychotherapeutische Ausbildung absolviert haben. Daneben gibt es viele von der Kassenärztlichen Vereinigung anerkannte Diplompsychologen, sog. psychologische Psychotherapeuten, sowie einige Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten. Auch diese müssen, außer einem Psychologiestudium, eine lange Zusatzausbildung absolviert haben. Die Qualität der Psychotherapie, durchgeführt von diesen besonders qualifizierten Ärzten und Psychologen, ist also gesichert!

In den letzten Jahren hat sich daneben aber ein "Grauer Markt" für Psychotherapie entwickelt, auf dem nicht-anerkannte Therapeuten mit sehr unterschiedlicher Qualifikation arbeiten. Darunter sind leider viele mit lediglich geringen Kenntnissen des Faches, umstrittenen Methoden und fragwürdigen Zielen.

Die Krankenkassen erstatten die Kosten für solche eher fragwürdigen Therapien nicht, bergen sie doch Gefahren für die betroffenen Patienten. Zum Teil nutzen sie nichts und kosten deshalb Patient und Krankenkasse nur unnötiges Geld, oder aber sie verfolgen falsche und für den Patienten sogar schädliche Ansätze. Auch bei der Psychotherapie sollten Sie daher unbedingt auf die Qualifikation des Therapeuten achten. Diese ist durch die hohen Anforderungen, die die Ärztekammern und Kassenärztlichen Vereinigungen an anerkannte Psychotherapeuten stellen, gesichert.

(Zit. n. KV Nordrhein, Dr. G. Blum)

 

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